Zauneidechse

Zauneidechsen gibt es in ganz Österreich und sie lieben die Sonne. Sie verbringen den Winter gut versteckt in Kältestarre. Wenn sie in dieser Zeit ein Feind fände, hätten sie keine Möglichkeit, davonzuhuschen. Erst wenn die Frühlingssonne wärmere Temperaturen bringt, können sie sich wieder bewegen und schlüpfen aus ihren Verstecken. Nach der Paarung legt das Weibchen 4-15 haselnusskleine Eier und vergräbt diese an einer feuchten Stelle. Das Ausbrüten übernimmt die Sonne. Sobald die kleinen Eidechsen geschlüpft sind, machen sie sich selbstständig auf die Jagd nach Schnecken, Spinnen und Insekten.

Baummarder

Kleiner Räuber auf samtweichen Pfoten.
Baummarder sind noch viel mehr als die anderen bei uns heimischen Marder echte Baumbewohner und folgen nur sehr selten den Menschen bis zu ihren Häusern. Sie können ausgezeichnet klettern und springen. Sie jagen großteils in luftigen Höhen. Dabei sind sie nicht wählerisch: Neben kleinen Säugetieren, wie Mäusen und Eichhörnchen, fressen sie auch Vögel, Schnecken, Insekten, Früchte und Nüsse. Weil ihr Fell so dicht und weich ist, waren sie früher als Pelztiere beliebt.

Großer Buntspecht

Trommler und Zimmermann.
Während andere Vögel singen, um ihr Revier abzugrenzen und um ein Weibchen anzulocken, sucht sich der Große Buntspecht einen hohlen Ast und trommelt. Um dabei keine Gehirnerschütterung zu bekommen, sind die Knochen in seinem Kopf an einigen Stellen verstärkt und der Schnabel ist mit dem Schädel nur federnd verbunden. Natürlich nutzt der Buntspecht seinen kräftigen Schnabel nicht nur zum Musizieren, er meißelt damit auch seine Bruthöhle in den Baum und hackt leckere Larven aus morschem Holz.

Eichhörnchen

Kletterkünstler mit buschigem Schwanz.
Kein Wald ohne Eichhörnchen. Aber auch in Gärten und Parks sind die kleinen Kletterkünstler zu Hause. Dort führen sie ein sorgloseres Leben, denn ihre Erzfeinde, Habicht und Baummarder, meiden menschliche Siedlungen. Im Wald fressen Eichhörnchen Baumsamen, Beeren, Pilze und Insekten. Gelegentlich räumen sie auch Vogelnester aus. Die kalte Jahreszeit verbringen sie zum größten Teil hoch oben in den Bäumen, in ihrem aus Zweigen geflochtenen Kugelnest, dem Kobel. Dort kommen im Frühling auch die Jungen zur Welt.

Laubfrosch

Der Sonnenanbeter unter den Fröschen.
Der Laubfrosch liebt Wärme und Licht. Auch wenn er sich nie sehr weit vom Gewässer entfernt, klettert er doch regelmäßig erstaunlich weit in Büschen und Bäumen nach oben, um sich regungslos auf einem Blatt sitzend zu sonnen. Mit den weichen Haftscheiben an Finger- und Zehenspitzen ist er bei weitem der geschickteste Kletterer unter den heimischen Amphibien. In der elektronenmikroskopischen Aufnahme der Haftscheiben erkennt man, dass sie aus lauter kleinen Säulen aufgebaut sind.

Mauerläufer

Wer hüpft denn da am Fels?
Ein Vogel, der beidbeinig die Felswände hinauf- und herunterhüpft, ist sehr ungewöhnlich. Dieses Verhalten, gemeinsam mit dem hübschen grau-schwarz-roten Gefieder, macht den Mauerläufer unverwechselbar. Erstaunlicherweise verwendet er den Schwanz kaum als Stütze, sondern hält sich meist mit den langen Zehen in Balance. Der Körper ist dabei dicht an den Fels gedrückt. Während des Kletterns entfaltet er häufig die auffallend roten Handschwingen, wahrscheinlich hilft ihm das nicht nur, das Gleichgewicht zu halten, sondern ist auch ein Signal an alle anderen Mauerläufer und bedeutet: Dieser Fels gehört mir!

Fotos und Grafiken dieser Webseite: Christian Handl, Mathis Barz, Markus Gschwendt, Aron Schneemeyer, pronatour, Triestingtal, Gebirgsverein
Offenlegung nach § 25 Mediengesetz: Medieninhaber, Herausgeber, Eigentümer und Projektträger: Alpenverein - Gebirgsverein, A-1080, Wien, Lerchenfelder Straße 28, +4314052657 | Projektarbeitsgruppe: Alpenverein - Gebirgsverein, Gemeinden im Triestingtal