Heiliger Bernhard - Schutzpatron

Der heilige Bernhard von Aosta ist der Schutzpatron der Alpenbewohner und der Bergsteiger.

Hospiz am Großen St. Bernhard Pass

Jeder darf im Hospiz am Großen Sankt Bernhard essen und übernachten. Das Haupthaus ist aber jenen vorbehalten, die „aus eigener Kraft heraufgestiegen sind“, Autofahrer werden in einem anderen Haus bewirtet.

Tatkräftig im Glauben an Gott

Der Heilige Bernhard von Aosta wurde 983 in Menthon-Saint-Bernhard in Frankreich geboren. Nach dem Willen seines Vaters, des vornehmen Ritter Richard von Menthon, hätte sich Bernhard adelig verheiraten sollen, aber der junge Mann spürte schon früh dass er Priester werden wollte. Weil sein Vater nicht zu überzeugen war, floh er schließlich nach Aosta zum Archdiakon Peter. Dieser weihte ihn zum Priester und Bernhard lebte von nun an als Wanderprediger im Aostatal und in Novara.

Am eigenen Leib erfuhr der fromme Mann wie unwirtlich die Berge sein können und wie gefährlich Banditen und andere Wegelagerer dem Wanderer werden können. Deshalb gründete er 1050 gemeinsam mit Königin Ermengarde von Burgund, einer entfernten Kusine von ihm, zuerst das Hospiz am Großen Sankt Bernhard, und einige Jahre später noch ein weiteres Hospiz am Kleinen Sankt Bernhard. Beides waren damals wichtige Alpenübergänge, die trotz der Gefahren von zahlreichen Wanderern und Pilgern begangen wurden.

Sein unermüdlicher Einsatz für die Menschen in den Bergen blieb auch nach seinem Tod 1081 unvergessen. Im ganzen Piemont verehrten ihn die Menschen wie einen Heiligen, obwohl er erst 1681 durch Papst Innozenz XI. offiziell heiliggesprochen wurde. Papst Pius XI. schließlich erließ 1923 eine apostolische Botschaft und ernannte ihn zum Schutzpatron der Alpenbewohner und Bergsteiger:

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„Um die Verehrung eines so großen Mannes, die er bei den Alpenbewohnern von Anfang an ununterbrochen bis jetzt genossen hat, mit der Fülle der apostolischen Gewalt zu vermehren, wollen Wir den Hl. Bernhard von Menthon als himmlischen Schutzherrn erklären, nicht nur für die Alpenbewohner, sondern auch für alle jene, die dem Bergsport huldigen. Wahrlich, von allen Betätigungen, in denen eine ehrbare Erholung gesucht wird, ist für geistige und körperliche Frische keine wohltuender als diese, nur muß Waghalsigkeit vermieden werden. Steigt man nämlich nach harter Arbeit und Mühe hinauf, wo die Luft dünner und reiner ist, so erneuern sich und erstarken einerseits die Kräfte, während andererseits der Mensch ausdauernder wird auch in den schwersten Pflichten des Lebens, denn er lernt mutig allen Gefahren ins Auge zu schauen. Beim Betrachten der Unendlichkeit und Schönheit der Zauberbilder, die sich auftun, erhebt sich unsere Seele leicht beflügelt zu Gott, dem Urheber und Herrn der Natur.“ (Pius XI.)

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Fotos und Grafiken dieser Webseite: Christian Handl, Mathis Barz, Markus Gschwendt, Aron Schneemeyer, pronatour, Triestingtal, Gebirgsverein
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