Eine ereignisreiche Zeit

Region im Wandel
Seit die erste der beiden Buchen gekeimt ist, deren Jahresringe du bei dieser Station zählen kannst, ist viel in der Region passiert. Einiges findest du hier noch einmal kurz zusammengefasst, mehr Informationen gibt es auf den Websites der einzelnen Gemeinden:

Alland
Altenmarkt
Triestingtal
Weissenbach

  • 1843: Die beiden Unternehmer Alfred Krupp und Alexander Schoeller gründen die Berndorfer Metallwarenfabrik. Im Jahr 1914 arbeiten hier bereits 6000 Menschen. Nach dem Anschluss 1938 wurde die Firma dem deutschen Kruppkonzern eingegliedert, nach Ende des 2. Weltkriegs von den Sowjets übernommen und1955 wieder ein österreichisches, allerdings staatliches, Unternehmen. (Abb.9L.1: Berndorfer Metallwarenfabrik um 1898)
  • 1909: Arthur Krupp finanziert die Ausgestaltung der BerndorferSchule, in der jede Klasse in einem anderen Baustil gehalten ist. Sie ist bis heute als Volks- und Hauptschule in Betrieb.
  • 1914-1918: 1. Weltkrieg
  • 1916: Die Rodelbahn vom Peilstein bis nach Neuhaus wird angelegt.
  • 1921: In Neuhaus wird elektrischer Strom eingeleitet und Altenmarkt und Thenneberg werden an das Telefonnetz angeschlossen.
  • 1923: Die Orte Berndorf, St. Veit an der Triesting, Ödlitz, Veitsau und die Rotte Steinhof vereinigen sich zur Stadtgemeinde „Groß-Berndorf“.
  • 1938: In Folge des Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich wird die 1860 gegründete Hirtenberger Patronenfabrik enteignet und ab 1939 unter dem Namen „Gustloffwerke Hirtenberg“ zu einem zentralen Unternehmen der deutschen Rüstungsmaschinerie. Nach dem Krieg fällt sie an die Sowjets, wird aber 1955 zurückgestellt und1957 wird die Hirtenberger Patronen- und Rohrwerke A.G. gegründet. (Abb.9L.2: HirtenbergerPatronenfabrik um 1895)
  • 1939-1945: 2. Weltkrieg
  • 1944: In Hirtenberg wird ein Nebenlager des KZ Mauthausen eingerichtet und die darin inhaftierten „Schutzhäftlinge“ ausschließlich zur Arbeit in der Hirtenberger Patronenfabrik eingesetzt. Es sind vor allem Frauen aus Ost- und Südeuropa.
  • 1945: Im April, kurz vor Kriegsende, setzen am Hafnerberg, in Nöstach und St.Corona noch heftige Kriegshandlungen ein. Dabei wird die Hafnerbrücke gesprengt (die Reste sind bis heute zu sehen), das Hocheck-Schutzhaus abgebrannt und der Altenmarkter Pfarrer L. Wieshaupt erschossen. Am 8.Mai kapituliert die Wehrmacht und der Krieg in Europa ist zu Ende!
  • 1972: Die Gemeinden Altenmarkt, Nöstach, Kleinmariazell, Thenneberg und St. Corona schließen sich zur Großgemeinde Altenmarkt zusammen.
  • 1991. Hochwasser im oberen Triestingtal.
  • 2001: Zusammenschluss der Gemeinden Altenmarkt, Berndorf, Enzesfeld-Lindabrunn, Furth, Hernstein, Hirtenberg, Kaumberg, Pottenstein und Weissenbach zur Region Triestingtal.
  • 2002: Hochwasser im gesamten Triestingtal und weiten Teilen Niederösterreichs.
  • 2004: Schließung der Teilstrecke der Triestingtalbahn zwischen Weissenbach und Hainfeld.
  • 2007: Die Region Triestingtal wird LEADER Region und hat nun durch EU Förderungen die Möglichkeit größere Projekte, wie z.B. diesen Erlebnisweg, zu realisieren.
  • 2013: Fertigstellung und Eröffnung des Erlebnisweges und des Kletterpavillons am Peilstein.

Fest verwurzelt

Wurzeln sind wichtig. Pflanzen brauchen sie nicht nur um Wasser und Nährstoffe aufzunehmen, sie geben ihnen auch Halt und sorgen dafür, dass sie bei Sturm nicht (gleich) umfallen.
Während Kiefern eine Hauptwurzel haben, die rund 2 Meter in den Boden hinunter reicht, setzen Buchen auf mehrere kräftige Wurzeln, die allerdings vor allem im gut durchlüfteten Teil des Bodens bleiben. Bei Staunässe oder flachgründigen Böden bleibt auch ihr Wurzelsystem flach und Buchen sind in solchen Lagen windwurfgefährdet. Die tiefgreifende Wurzel der Kiefer dagegen ist das ideale System um auch auf schlechten Böden guten Halt zu geben.

Fotos und Grafiken dieser Webseite: Christian Handl, Mathis Barz, Markus Gschwendt, Aron Schneemeyer, pronatour, Triestingtal, Gebirgsverein
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