Bereiche in denen Industriekletterer eingesetzt werden sind Montagen, Reparaturen, Renovierungen und Reinigungsarbeiten hoch über dem Erdboden. Das können Spenglerarbeiten an einer Kirchturmspitze genauso sein wie die Fensterreinigung an einem Wolkenkratzer oder der Rotorcheck einer Windenergieanlage. Auch das Abtragen von Bäumen und das Entfernen von Dachlawinen gehören zu den Aufgaben von 

Industriekletterer auf spezieller Mission.
Was ist zu tun, wenn Spechte statt in alten Bäumen in der Hauswand nisten? Gerade in thermoisolierten Häusern am Waldrand ist das gar nicht so selten. Die Löcher sollten allerdings möglichst rasch wieder verschlossen werden, weil die eindringende Feuchtigkeit der Fassade schadet, und auch die Isolierung lange nicht mehr so wirksam ist. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass hinter den kleinen Öffnungen manchmal eine bis zu einem Meter lange Nisthöhle steckt.

Industriekletterer können helfen. Der seiltechnische Zugang bietet sich geradezu an, denn die Löcher sind meistens an schwer zugänglichen Stellen in den oberen Stockwerken. Die Industriekletterer kommen, sobald die Brutzeit vorbei ist, verschließen das Loch, malen darüber – und schon ist nichts mehr zu sehen. Wer Herrn und Frau Specht auf Dauer von seiner Fassade fernhalten will, lässt eventuell noch einen Spechtwinkel ( = spezieller Blechwinkel) montieren.

Wie bei allen Arbeiten in großer Höhe ist es besonders wichtig, dass gut ausgebildete Profis am Werk sind, wie z.B. im Wiener Raum die Industrial Alpinists Vienna, die im Jahr 2012 rund 1000 Mal im „Spechtabwehreinsatz“ waren.

Fotos und Grafiken dieser Webseite: Christian Handl, Mathis Barz, Markus Gschwendt, Aron Schneemeyer, pronatour, Triestingtal, Gebirgsverein
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